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20.05.2013 erstellt von: Susanne Bittner


ADFC fordert Kreisverkehr an der Bärenkreuzung

Pressemitteilung des ADFC Oberursel/Steinbach (17.5.2013):

ADFC fordert Kreisverkehr an der Bärenkreuzung


Die Bärenkreuzung in Oberursel soll neu gestaltet werden. Der Umbau des Einkaufszentrums fordert baldige Entscheidungen. Der derzeitige politische Konsens ist: es wird neu geplättelt und es gibt eine neue Ampel.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Oberursel wünscht sich hier eine mutigere Lösung, die die Verkehrssicherheit für alle erhöht. Der ADFC wünscht sich einen Kreisverkehr, der die Gefahrenstelle für den Radverkehr und Fußgängerinnen und Fußgänger entschärft!

Für einen Kreisverkehr an der Bärenkreuzung sprechen viele Argumente. Der Verkehrsfluss wird übersichtlich. Alle fahren langsamer und Radfahrerinnen und Radfahrer gehören mitten hinein. Das gefährliche Überholen ist in der kurze Strecke des Kreisverkehrs überflüssig. Die Straßen können zu Fuß schnell gequert werden. Auch die teure neue Ampelanlage wäre nicht mehr notwendig.

Die geringere „Kreuzungsgeschwindigkeit“ bringt eine höhere Verkehrssicherheit: ein Spurt mit Tempo 50 im Kreis macht keinen Sinn. Dafür kann ein rücksichtsvolles Miteinander zwischen Autos, Fußgängern und Radfahrern entstehen – jeder kommt sicher und trotzdem zügig durch.

Ein Kreisel wäre ein schönes Entree für die Vorstadt, das den vorbeifließenden Verkehr gut abwickeln könnte. Die Stadtplanung hat diesen Kreisverkehr schon gezeichnet und die Verkehrsflüsse gerechnet.

Ergebnis: ein neues Stückchen Urbanität. Zu einem neuen Miteinander (nicht nur, weil WIR gerade modern ist), kann auch eine ansprechende optische Gestaltung kommen. Beispielsweise mit grünen Elementen in der Mitte, dem Bärenbrunnen und mit neuen jungen Bäumen.

Leider muss hierfür die alte, schöne Platane gefällt werden. Sie gäbe Platz für weniger Teer, da die Straßen nicht mehr dreispurig sein müssten. Der Bus könnte bequem um die Runden kommen. Das Stadtparlament hält nun an der Platane fest, da niemand an der Fällung der alten Platane schuld sein will.

Auch der ADFC würde der Platane nachtrauern. Aber das Ignorieren der Argumente für eine Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer und die Befürwortung einer bloß modernisierten Ampelkreuzung mit Auto-Durchsatzoptimierung sind noch „bedauerlicher“. Dies meint jedenfalls die ADFC Ortsgruppe Oberursel/Steinbach.


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Mehr Stellungnahmen zum Kreisverkehr und Quellen


Zitat aus:
http://www.adfc.de/verkehr--recht/radverkehr-gestalten/radverkehrsfuehrung/faf-radfahren-an-inneroertlichen-kreuzungen-und-einmuendungen, Seite 7, 1997

Kreisverkehre
Kleine Kreisverkehre sind oft eine gute verkehrstechnische und städtebauliche Alternative zu normalen Straßenkreuzungen /9/. Für den Radverkehr sind sie sicher und komfortabel, wenn Kraftfahrzeuge sie nur langsam passieren können. Dies wird erreicht, indem
• der Außendurchmesser nicht mehr als 30 Meter beträgt,
• die Kreisfahrbahn einspurig ist,
• die Kreisfahrbahn durch einen gepflasterten Innenring, den nur LKW und Busse be-fahren müssen, optisch eingeengt wird und
• die ein- und ausmündenden Straßen in möglichst stumpfem Winkel in den Kreis ü-bergehen.






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